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1901-Europäische Befindlichkeiten

Verständigungspolitisches Seminar

Zeitraum:
Kategorie: Bildung Heiligenhof
Veranstaltungsort: Der Heiligenhof - Alte Euerdorfer Str. 1 - D-97688 Bad Kissingen

Seminar für politisch-historisch Interessierte

Im Jahr 2012 erhielt die EU dem Friedensnobelpreis. Die friedenserhaltende Wirkung, der wirtschaftliche und soziale Wohlstand für rund eine halbe Milliarde Menschen wurden damit gewürdigt. Die europäische Einigung schien unaufhaltsam und unauflöslich. Es gab (mit Ausnahme der wohlhabenden Länder Schweiz und Norwegen) keinen Staat in Europa, der nicht dazugehören wollte. Von 12 Mitgliedsstaaten 1990 expandierte die EU bis 2013 – zuletzt wurde Kroatien aufgenommen – auf 28 Mitgliedsstaaten. Die Westbalkanstaaten wollen alle noch hinein, sie wollen teilhaben an den sozialen Errungenschaften und Freiheiten.

Nur wenige Jahre später sieht die vordem so hoffnungsfrohe Lage ganz anders aus. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Union zerfällt. Großbritannien verlässt – ob geordnet oder ungeordnet steht noch nicht fest – die Europäische Union. Welche Folgen das hat, ist noch nicht absehbar. In der Union gibt es in manchen Bereichen Sonderwege einiger Mitgliedsländer. Einige Regierungen wollen die Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung zu ihrem Gunsten ändern und ihre Macht langfristig sichern. Vorschläge, Empfehlungen, Entschlüsse von Europäischem Parlament und Kommission sowie Urteile europäischer Gerichte werden ignoriert und nicht umgesetzt. Es mangelt überall an Solidarität und Solidität, bei Beitragszahlungen, Bewältigung von Herausforderungen in der Umwelt- und Migrationspolitik. Die Strahlkraft der EU läßt nach. Die Gesellschaften sind gespalten, und radikale sowie populistische Parteien haben Zulauf. Wie konnte es soweit kommen? Wie schafft man es in Europa wieder zu mehr Vernunft, Gemeinsamkeiten, Kompromissen, Zielen? Außerhalb der Union schwelt in dem Nachbarland Ukraine ein – im Westen fast nicht mehr wahrgenommener – Krieg. Daher ist das Verhältnis zu Russland belastet. Die wirtschaftlichen Beziehungen sind eingeschränkt. Russland wird wieder als militärisch bedrohend empfunden.

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