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Zeitenwende - Die Rückkehr der Inflation erfordert ein geldpolitisches Meisterwerk! Lässt sich die Preisdynamik überhaupt noch aufhalten?

Gespräch mit Roland Friedrich, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Bad Kissingen

Zeitraum:
Uhrzeit: 18:00 - 20:00
Kategorie: Onlineseminar
Veranstaltungsort: Der Heiligenhof - Alte Euerdorfer Str. 1 - D-97688 Bad Kissingen

Veranstaltung für Multiplikatoren und politisch Interessierte

Der pandemiebedingte Konjunktureinbruch ist zwar vorüber, doch die Folgen staatlicher Stützungsmaßnahmen mit gigantischen Konjunkturprogrammen und der abwartenden Politik der Zentralbanken erfordern schnellstmöglich auf die Bremse zu treten und ein konkretes Ausstiegsszenario mit einer Geldstraffung einzuleiten. Viel zu lange wiegelten die Notenbanker mit Aussagen ab, dass es sich beim Inflationsanstieg lediglich um ein vorübergehendes Phänomen handelt und alles unter Kontrolle wäre.

Hilfspakete und Negativzinsen hatten eine enorme Nachfrage in allen Wirtschaftsbereichen ausgelöst. Dieser Nachfrageschub konnte aber aufgrund von Corona-Beschränkungen sowie der Unterbrechung von Lieferketten vielfach nicht bedient werden. Das führt zu höheren Preisen und Inflationsdruck, der nicht kurzfristig abgebaut werden kann. Nicht nur Energie und Lebensmittel wurden teurer. Die Preisdynamik hat bereits Güter und Dienstleistungen in der Breite erfasst. Nun fordern auch noch die Gewerkschaften erwartungsgemäß hohe Lohnzuschläge, die zu einem Zweit-Runden-Effekt mit einer sogenannten Lohn-Preis-Spirale führen. Die geopolitischen Risiken nehmen weiter zu.

Vor diesem Hintergrund müssen wir uns auf ein völlig neues Umfeld einstellen. Herkömmliche Zyklus-Modelle können die volkswirtschaftliche Entwicklung nur unzureichend erklären und werden daher durch Wunschdenken ersetzt. Die Wachstumsschätzungen für die Wirtschaft in den Industrieländern von 4 Prozent in diesem Jahr waren viel zu optimistisch angesetzt. Gleichzeitig glaubt auch die Mehrheit der Ökonomen an einen vorübergehenden Charakter der Inflation. Der kollektive Irrtum ist schon bemerkenswert.

Die Geldmarktpolitik wird eine zunehmende Bedeutung für die Entwicklung in diesem Jahr spielen. Die Zentralbanken hatten länger als nötig an ihren Notprogrammen festgehalten. Nun trifft eine sehr starke Nachfrage, niedrige Arbeitslosenquoten und eine Inflation von rund 8 Prozent auf ein kurzfristiges Zinsniveau von um die 0 Prozent und fortgesetzte Ankäufe von Vermögenswerten. Die daraus resultierende Überliquidität kann nur langsam abgebaut werden und beschränkt den Handlungsspielraum der Notenbanker im Krisenfall. Wir erleben derzeit den leisesten Crash aller Zeiten. Sollte sich das Inflations- und Konjunkturbild nicht bald aufhellen, wird das auch den Aktienmarkt stärker belasten, weil die Börsenstimmung insgesamt - ausgehend vom Rentenmarkt - immer nervöser zu werden droht.

Der Referent wirft bei seinem Vortrag einen kritischen Blick auf die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen.

Anmeldung und Information

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