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Zerfällt Europa? Deutsche und ostmitteleuropäische Sichtweisen

Zeitraum:
Kategorie: Bildung Heiligenhof
Veranstaltungsort: Der Heiligenhof - Alte Euerdorfer Str. 1 - D-97688 Bad Kissingen

Seminar für deutsche und ausländische Interessenten

Im Jahr 2012 erhielt die EU den Friedensnobelpreis. Die friedenserhaltende Wirkung, der wirtschaftliche und soziale Wohlstand für rund eine halbe Milliarde Menschen wurden damit gewürdigt. Die europäische Einigung schien unaufhaltsam und unauflöslich. Es gab (mit Ausnahme der wohlhabenden Länder Schweiz und Norwegen) keinen Staat in Europa, der nicht dazugehören wollte. 1990 gab es 12 EU-Mitgliedsstaaten, 1995 traten Österreich, Finnland und Schweden bei. 2004 wurden neben Malta und Zypern acht ost- und mitteleuropäische Staaten aufgenommen, die erst 1990/91 unabhängig geworden waren bzw. sich aus dem Machtbereich der Sowjetunion befreien konnten. Mit dem Beitritt Rumäniens, Bulgariens und zuletzt Kroatiens ist die Expansion der EU auf 28 Mitgliedsstaaten vorerst abgeschlossen, obwohl mit den Westbalkanstaaten (und der Türkei) weitere Beitrittkandidaten vorhanden sind. Die meisten EU-Staaten sind dem Schengen-Abkommen beigetreten und 19 der Euro-Zone. Immer wieder wurden divergierende Interessen, eine Vertiefung oder eine Ausdehnung der EU, diskutiert. Mit dem überraschenden Ausgang der Volksabstimmung in Großbritannien im Juni 2016 und den zahlreichen ungelösten Fragen, die der Brexit auslösen wird, ist die Ausdehnung der EU vorerst gestoppt. An eine Vertiefung ist ebenso wenig zu denken, obwohl der Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im September 2017 entsprechende Vorschläge vorgelegt hat. Neue Konfliktlinien haben sich anhand der Grenzen der alten westlichen mit den ostmitteleuropäischen Staaten, insbesondere in der Flüchtlingskrise seit 2015, ergeben. Die Ostmitteleuropäer wehren sich vor allem gegen eine Verteilung der Flüchtlinge nach Quoten und fühlen sich in ihren nationalen und teilweise religiösen kollektiven Identitäten bedroht. Von Deutschland wird in polnischen Medien ein Zerrbild gezeichnet, welches in die Bevölkerung hineinwirkt.
Es soll eine Analyse der gegenwärtigen Probleme und Perspektiven versucht werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt – mit Blick auf die Hauptzielgruppe der Veranstaltung – auf Polen und den deutsch-polnischen Beziehungen.

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